Einstellungen
Das Einstellungs-Fenster (⌘,) hat fünfzehn Bereiche, links in einer Seitenleiste in vier Gruppen sortiert: Allgemein, Funk, Daten & Dienste und Werkzeuge. Jeder Bereich konfiguriert einen klar abgegrenzten Teil der App. Diese Seite ist der Hub — mehrere Bereiche (Station, CAT, Rotor, Lookup & Upload, Macros, Lizenz) haben in Tutorials eigene Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Seitenleiste statt Tab-Leiste ab 1.40.3
Bis 1.40.2 lagen die Bereiche in einer Tab-Leiste. Bei vierzehn Bereichen passte die nicht mehr ins Fenster — die letzten beiden rutschten in ein »-Menü, das sich nicht anklicken liess, und damit war ausgerechnet der Lizenz-Bereich unerreichbar. Die Seitenleiste kann nicht überlaufen: Sie scrollt.
| Bereich | Wofür |
|---|---|
| Station | Eigenes Rufzeichen, Locator, Kanton, App-Rufzeichen-Lizenz |
| Operatoren | Mehrere Operatoren an einer Station — Profile mit eigenem Call, Zugängen und Logbuch |
| Daten | Datenordner-Pfad, POTA/SOTA/WWFF/BOTA/LLOTA/WCA/GMA-Datenbanken, SCP-Quellen |
| CAT | Verbindungsweg (USB / IC-705 WLAN / Netzwerk), TRX-Profil, Serial-Port, Baud, Hamlib-Subprocess-Status |
| Rotor | Antennenrotor via rotctld (USB / Netzwerk), 22 Modell-Profile, Kalibrierung, Spot-Klick-Tracking |
| QTH-Locator | Höhenmodell, Einheiten, Bewuchs-Zuschlag, Stützpunkte und Karten-Cache des QTH-Locator-Moduls |
| Winlink | Winlink-Konto (Passwort im Schlüsselbund), CMS-Server, Funk-Transporte (ARDOP/VARA), Signaturen |
| Cluster | DXSpider-Knoten verwalten, Spotter-Radius |
| FreeDV | FreeDV Reporter: Zuschauen oder sichtbar sein, Statusmeldung, Stationen in den DX-Cluster |
| Lookup & Upload | QRZ, HamQTH, eQSL, Club Log, LoTW, Wavelog, HRDLOG — alles QSL-bezogene |
| Externe Logger | QSOs aus WSJT-X, JTDX, JS8Call, MSHV und N1MM per UDP ins Logbuch übernehmen |
| Macros | F1–F8 Contest-Macros (CW + SSB) |
| Alerts | Watch-List für Cluster-Spots, macOS-Benachrichtigungen |
| Darstellung | Theme-Auswahl, App-Sprache |
| Lizenz | Lizenzschlüssel eingeben + aktivieren |
Station
Hier definierst du wer du bist — alle anderen Module greifen darauf zurück.
Felder:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Rufzeichen | Dein primäres Lizenz-Rufzeichen (z.B. HB9HJI). Wird in ADIF/Cabrillo-Exports als OPERATOR verwendet, dient als Substring-Master für die Pro-Log-Callsign-Validation |
| Locator | 6-stelliger Maidenhead-Locator (z.B. JN47PN). Quelle für Distanz-Berechnungen, History-Map-Heimat-Punkt, Cluster-Radius-Filter |
| Kanton | Optional — nur für CH-Calls. Wird bei Schweizer Conteste als HQ-Info exportiert |
Pro-Log-Callsign
Im Logbuch kann jedes Log einen eigenen Station-Call halten (Portabel, Ausland, Club-Call). Der hier eingetragene Master-Call ist nur der Default und die Validation-Basis. Siehe Logbuch — Pro-Log-Callsign.
Operatoren
Teilen sich mehrere Funkamateure eine Station (Familie, Klubstation, Contest-Team), kann jede Person ein eigenes Profil haben. Ein Profil bündelt Identität, Zugänge und Logbuch — beim Umschalten zieht alles mit.
Nur für Mehr-Operator-Betrieb
Wer allein funkt, muss hier nichts tun: Es gibt automatisch ein Standardprofil aus deinen bestehenden Einstellungen. Der Tab und die Betriebs-Schnellwahl werden erst relevant, sobald du ein zweites Profil anlegst — das Verhalten für Einzel-Nutzer bleibt unverändert.
Ein Profil enthält:
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Identität | Rufzeichen, Name, Locator, QTH |
| Lookup | eigene QRZ- und HamQTH-Zugangsdaten |
| Upload | eigene Konten für QRZ-Logbook, LoTW, eQSL, Club Log, Wavelog, HRDLOG, POTA/SOTA/WWFF/BOTA |
| Logbuch | das dem Operator zugeordnete Standard-Logbuch |
So funktioniert es:
- Anlegen/Verwalten: Oben im Tab wählst du das aktive Profil und legst neue an — »Neu« startet mit leeren Zugängen (damit du nicht versehentlich deine Zugänge weitergibst), »Duplizieren« kopiert die aktuellen als Basis.
- Standardprofil (⭐): Genau ein Profil ist das Standardprofil und nach jedem App-Start aktiv — so landest du verlässlich bei dir selbst, nie versehentlich in einem fremden Profil.
- Umschalten im Betrieb: Sobald zwei Profile existieren, erscheint in der Logbuch-Leiste eine Schnellwahl (👥). Ein Klick wechselt Rufzeichen, alle Zugänge und öffnet das Logbuch des Operators.
- Getrennte Logbücher: Beim Wechsel öffnet das dem Profil zugeordnete Log automatisch und stempelt QSOs mit dessen festem Rufzeichen — so bleiben Kontakte pro Person getrennt und Auto-Uploads gehen ans richtige Konto. Das Standardprofil übernimmt dein bisheriges Log; ein neues Gast-Profil bekommt automatisch ein frisches.
Zugänge pro Profil im Schlüsselbund ab 1.46
Die Zugangsdaten jedes Profils liegen als eigene Einträge im macOS-Schlüsselbund, nicht in der Einstellungsdatei. Löschst du ein Profil, verschwinden seine Zugänge mit.
Lizenz für mehrere Rufzeichen
Eine Lizenz kann mehrere Rufzeichen enthalten — jedes Profil mit einem davon läuft in der Vollversion. Für eine Mehr-Operator-Station also eine Lizenz mit allen Calls anfordern. Trägt ein Profil ein nicht abgedecktes Rufzeichen, weist ein Hinweis klar darauf hin (dieses Profil läuft dann im Demo-Modus).
Daten
Wo HAM-Tools seine Dateien ablegt — und welche Datenbanken es lädt.
Datenordner: Default ist ~/Documents/HAM-Tools/. Wechselbar via File-Picker. Auto-Migration vom Legacy-Pfad beim ersten Start. Enthält:
HAM-Tools/
├── Logs/ — .htlog SQLite-Dateien pro Logbuch
├── Cache/ — Spots, Callbook-Cache, Memories
├── Exports/ — ADIF (.adi) + Cabrillo (.cbr)
├── Backups/ — Auto-Backups vor riskanten Aktionen
└── Macros/ — SSB-Voice-Aufnahmen F1–F8Datenbanken mit eigenem Lade-/Status-Indikator:
| DB | Quelle | Größe |
|---|---|---|
| POTA-Parks | pota.app | ~91k Einträge |
| SOTA-Gipfel | sotadata.org.uk | ~181k Einträge |
| WWFF-Referenzen | wwff.co + CSV-Import | ~68k Einträge |
| BOTA-Referenzen | CSV-Import | wechselnd |
| LLOTA-Seen | CSV-Import | ~6,5k Einträge |
| WCA-Burgen | CSV-Import | ~20k Einträge |
| GMA-Berge | CSV-Import | ~34k Einträge |
| SCP Master-Calls | supercheckpartial.com + cdn.clublog.org | ~230k Calls |
Jede DB hat Status-Pille (lädt / bereit / Fehler), Aktualisierungs-Button und Auto-Stale-Erinnerung nach 14 Tagen.
Einstellungen übertragen ab 1.46 — für den Umzug auf einen anderen Mac: »Exportieren …« packt sämtliche Einstellungen inklusive der Passwörter und API-Keys aus dem macOS-Schlüsselbund in eine .htsettings-Datei, verschlüsselt mit einer Passphrase deiner Wahl (AES-256, ohne Passphrase nicht wiederherstellbar). Auf dem Ziel-Mac »Importieren …«, App neu starten, fertig. Logbücher (.htlog) sind nicht enthalten — die kopierst du über den Datenordner oben.
CAT
Anbindung an deinen Transceiver via Hamlib — HAM-Tools bringt ein gebundeltes rigctld-Helper-Binary mit (Yaesu, Icom, Kenwood, Elecraft + ~200 weitere Modelle).
Verbindungsweg (Picker »Weg«, neu in 1.13.0):
| Weg | Felder |
|---|---|
| USB (Serial) | Standard — HAM-Tools startet einen eigenen rigctld am Serial-Port (Felder siehe unten) |
| IC-705 WLAN | Radio-IP, Benutzer, Passwort — Werte aus dem Radio-Menü Set → WLAN-Set → Fernsteuerung (Network User mit Administrator-Rechten). Direkte Verbindung ohne Zusatztool; Audio läuft nicht über HAM-Tools. CI-V-Adresse muss zur Radio-Einstellung passen (IC-705: 0xA4) |
| Netzwerk (rigctld) | Host + Port eines bereits laufenden rigctld-Servers (z.B. wfview/kappanhang, oft Port 4533; Standard-rigctld: 4532) |
Details + Tutorial: CAT → Verbindungswege und IC-705 über WLAN verbinden.
Felder (USB-Weg):
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| TRX-Profil | Dropdown mit 31 kuratierten Profilen (trx-profiles.json) — wählt automatisch Rig-Modell-ID, Default-Baud und PTT-Modus. Das Hamlib-Backend kennt darüber hinaus ~200 weitere Modelle |
| Serial-Port | /dev/cu.usbserial-* oder /dev/cu.SLAB_USBtoUART — auto-detektiert via Dropdown |
| Baud-Rate | wird vom Profil vorbelegt, überschreibbar |
| CI-V-Adresse | nur für ICOM (z.B. 0x94 für IC-7300) |
| CAT teilen | Schalter »rigctld für andere Programme offen halten« — hält den eingebauten Hamlib-Server lokal (127.0.0.1:4532) offen, sodass WSJT-X & Co. parallel dasselbe Radio nutzen. Mit WSJT-X-Konfig-Anzeige + Copy-Button und »Freigabe beenden« |
| Hamlib-Status | Live-Anzeige ob rigctld läuft + Verbindungs-Healthcheck |
Was passiert nach erfolgreicher Verbindung:
- Frequenz wird automatisch im Logger angezeigt + persistiert
- Mode wird als Single-Source-of-Truth verwendet (RST-Defaults folgen, Cabrillo-Mismatch-Warnung)
- Macros F1–F8 senden CW direkt über
send_morse - ICOM Voice-Keyer (V1–V4) bzw. Yaesu (V1–V5) wird ausgelöst
- Bei modernen Yaesu startet der TUNE-Knopf einen echten Tuner-Abgleich (separat von der TUN-an/aus-Pille)
CAT teilen mit WSJT-X
Details zum Parallelbetrieb mit WSJT-X/fldigi (Rig = Hamlib NET rigctl, 127.0.0.1:4532, PTT = CAT) stehen im Modul CAT → CAT teilen.
CAT-Tutorials
Schritt-für-Schritt-Inbetriebnahme mit USB-Kabel, Treiber-Check und Test-Ablauf: Tutorials → CAT-Inbetriebnahme. Für den IC-705 ohne Kabel: IC-705 über WLAN verbinden.
Rotor
Antennenrotor-Steuerung via Hamlib (rotctld) — HAM-Tools bringt ein gebundeltes rotctld-Helper-Binary mit (SPID, Yaesu GS-232, Hy-Gain, Green Heron, EA4TX, Prosistel, M2 u.a., dazu Satelliten-Az/El).
Verbindungsweg (Picker »Weg«):
| Weg | Felder |
|---|---|
| USB (Serial) | Standard — HAM-Tools startet einen eigenen rotctld am Serial-Port (Felder siehe unten). Loopback-only (127.0.0.1) |
| Netzwerk (rotctld) | Host + Port eines bereits laufenden rotctld-Servers (Standard-Port 4533), z.B. ein Remote-Rotor im LAN |
Felder (USB-Weg):
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Rotor-Profil | Hersteller + Modell aus 22 kuratierten Profilen (rotor-profiles.json) — wählt automatisch Hamlib-Rotor-Nr., Default-Baud, Serial-Parameter und Az/El-Fähigkeit |
| USB-Port | /dev/cu.usbserial-* o.ä. — auto-detektiert via Dropdown (🔄 aktualisiert) |
| Baud / Datenbits / Stoppbits / Parität / Handshake | vom Profil vorbelegt, überschreibbar |
| Nord-Offset / Drehbereich | Kalibrierung in Grad; Drehbereich z.B. 0–450 bei Überlapp |
| Elevation nutzen | nur bei Az/El-Modellen |
| Poll-Intervall | wie oft der Live-Azimut gelesen wird (Standard 1000 ms) |
| Spot-Klick-Tracking | Schalter »Beim Spot-Klick automatisch auf die Peilung drehen« — dreht die Antenne auf die Großkreis-Peilung zur DX-Station |
Was passiert nach erfolgreicher Verbindung:
- Live-Azimut auf der Kompass-Rose + manuelles Ziel per Slider/»Drehen«
- »Stop« hält eine laufende Rotation sofort an
- Bei aktivem Spot-Klick-Tracking dreht ein DX-Cluster-Spot-Klick die Antenne auf die Peilung (Quelle: eigener Station-Locator + DXCC-Standort des Spots)
Mehrere Rotor-Konfigurationen sind speicherbar (eine pro Rotor), Wechsel über den »Aktive Konfig«-Picker.
Rotor-Tutorial
Schritt-für-Schritt-Inbetriebnahme mit USB-Adapter, Treiber-Check, Kalibrierung und Spot-Klick: Tutorials → Rotor-Inbetriebnahme. Volle Modul-Doku inkl. Modell-Tabelle: Rotor / Antennensteuerung.
QTH-Locator ab 1.38
Einstellungen des QTH-Locator-Moduls — Sichtlinie, Höhenprofil und Karte. Vier Abschnitte:
Einheiten
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Distanz | km oder Meilen |
| Höhe | Meter oder Fuss |
| Locator | Stellenzahl des angezeigten Maidenhead-Locators (4 / 6 / 8 / 10) |
Eigenes QTH — Locator und Stationsname kommen aus Einstellungen → Station und werden hier nur angezeigt. Ist dort kein Locator hinterlegt, springt die Heimat-Taste im Modul nirgendwohin.
Vorgaben für neue Stationen — Antennenhöhe und Band, mit denen eine neu gesetzte Station startet. Spart das Nachtippen bei jeder Strecke.
Rechnung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Stützpunkte | 64–512 Höhenabfragen je Strecke. Mehr Punkte zeichnen feineres Gelände, kosten aber Abfragen und Zeit |
| Refraktion | Standard (k = 4/3) entspricht der üblichen Funkausbreitung; rein geometrisch (k = 1), Inversion (k = 2) und flache Erde (k = 0) sind zum Vergleichen da |
| Bewuchszuschlag | Höhenmodelle liefern den nackten Boden. Der Zuschlag rechnet Wald und Bebauung auf — er greift nur, wenn er im Profil eingeschaltet ist |
Höhendaten — Quelle der Geländehöhen:
| Quelle | Wofür |
|---|---|
| swisstopo (Schweiz) | Das feinste für die Schweiz — der Säntis misst hier 2501 m statt 2399 m wie bei Copernicus (real 2502 m). Ausserhalb der Landesvermessung wird auf Open-Meteo zurückgefallen |
| Open-Meteo (90 m) | Copernicus DEM, schnell, für lange Pfade angenehm |
| OpenTopoData (30 m) | SRTM 30 m, feiner im Gelände, höchstens eine Anfrage pro Sekunde |
Darunter steht, wie viele Höhenpunkte gespeichert sind, mit einem Knopf zum Leeren des Caches.
Karte — Grösse des Kachel-Caches und ein Knopf zum Leeren. Gespeicherte Kacheln bleiben ohne Verbindung sichtbar — und jede gespeicherte Kachel ist eine Anfrage weniger an einen ehrenamtlich betriebenen Server.
Winlink
Konfiguration des Winlink-Moduls (E-Mail über Amateurfunk):
- Station: Rufzeichen und Locator kommen automatisch aus dem Station-Tab; die Felder hier bleiben normalerweise leer. Ein Eintrag gilt nur für Winlink (z.B.
HB9HJI/Pfür Portabel-Betrieb). - Winlink-Konto: Das Passwort wird ausschliesslich im macOS-Schlüsselbund gespeichert — nie in Dateien oder Einstellungen.
- Verbindung (Telnet): CMS-Server und Port. «Produktion» ist
server.winlink.org; der «Testserver» (cms-z.winlink.org) eignet sich für Verbindungstests, stellt aber nichts zu. - Funk: VARA / ARDOP / PTT über rigctld ab 1.34: Modem-Endpunkte und PTT. Beim integrierten ardopcf: Audio-Geräte (USB-Codec des Funkgeräts), PTT-Modus (CAT CI-V / RTS / rigctld / VOX), serieller Port, CI-V-Adresse und Baudrate. Details und Schritt-für-Schritt-Setup: Winlink-Modul → Funkbetrieb.
- Sendepegel + Pegel-Assistent ab 1.40: Regler für die NF ans Funkgerät, dazu ein Assistent, der ihn per Zweiton gegen die ALC des Geräts einstellt — siehe Winlink-Modul → Sendepegel.
- QRG nach der Sitzung zurückstellen ab 1.40.2: Aus (Vorgabe) bleibt das Funkgerät nach dem Austausch auf dem Kanal des Gateways stehen, damit der nächste Ruf ohne erneutes Umstimmen läuft — siehe Winlink-Modul → Nach der Sitzung stehen bleiben.
- Gateway-Verzeichnis ab 1.39: Tagesabgleich ein/aus, Suchradius (300–3000 km), Stand der Liste und Sofort-Abruf. Die Liste kommt von den Winlink Web Services und wird höchstens einmal täglich geholt. Das Verzeichnis selbst öffnet ⌥⌘G — siehe Winlink-Modul → Gateway-Verzeichnis.
- Signaturen ab 1.34: Signaturen anlegen und eine Standard-Signatur wählen — sie wird in jede neue Nachricht eingefügt.
Die Winlink-Daten (Nachrichten als .b2f-Dateien, Session-Logs) liegen im Datenordner unter HAM-Tools/Winlink/.
Cluster
DX-Cluster-Knoten verwalten. Mehrere Knoten parallel aktivierbar.
Pro Knoten:
| Feld | Beispiel |
|---|---|
| Name | DXSpider Funkwelt |
| Host | dxspider.funkwelt.net |
| Port | 7300 |
| Aktiv | Toggle (mehrere Knoten gleichzeitig möglich) |
Vorbelegte Knoten: Funkwelt, HB9W, DB0ERF, DX.OE5TXF, ON0ANT, VE7CC.
Spotter-Radius-Filter: Spots werden nach Distanz vom eigenen QTH gefiltert (Haversine-Formel, basierend auf Station-Locator).
FreeDV ab 1.47
Anbindung an FreeDV Reporter (qso.freedv.org) für das FreeDV-Modul.
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Beim Öffnen des FreeDV-Moduls automatisch verbinden | Verbindung startet, sobald das Modul offen ist |
| Anmeldung: Nur zuschauen / Als Station sichtbar | Zuschauen braucht kein Rufzeichen; sichtbar meldet Rufzeichen, Locator und Frequenz an den Reporter |
| Statusmeldung | bis 80 Zeichen Freitext neben deinem Rufzeichen, nur im Modus «sichtbar» |
| Online-Stationen als Spots in den DX-Cluster übernehmen | Stationen und Hörmeldungen erscheinen mit Quelle FreeDV in Spot-Liste, Bandmap und Weltkarte |
Rufzeichen und Locator kommen aus Station; für «Als Station sichtbar» müssen beide gesetzt sein, sonst bleibt es beim Zuschauen.
Lookup & Upload
Der mit Abstand dichteste Tab: alle QSL- und Callbook-Services an einer Stelle. Sub-Picker zur Service-Auswahl, Master-Schalter für Real-Time-Upload.
Callbook-Lookup
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Primary Service | QRZ.com oder HamQTH.com — zuerst gefragt |
| Secondary (Fallback) | Optional zweiter Service, falls Primary keinen Treffer hat |
| Auto-Lookup beim TAB | Nach Eingabe des Calls + TAB werden Name/QTH/Locator etc. automatisch geholt |
| Felder ergänzen | 10 Toggles: Name, QTH, Locator, Country, DXCC, CQ-Zone, ITU-Zone, IOTA, State, County — du wählst was übernommen wird |
Cache: 30 Tage, lokal in Cache/callbook-cache.json.
Upload-Services
Master-Schalter »Real-Time-Upload« ganz oben — wenn aus, sind ALLE Auto-Uploads pausiert (Reise-Mode).
| Service | Was es tut |
|---|---|
| QRZ.com | Auto-Upload pro QSO + Confirmation-Sync (»QRZ-Bestätigungen abrufen« im QSL-Tab) |
| eQSL.cc | Form-POST mit Nickname-Override pro Log, Status-Pille in Tabelle |
| Club Log | realtime.php mit Firewall-Schutz (Auto-Pause nach Burst) |
| LoTW (tqsl) | Subprocess-Upload via lokales tqsl-Binary, Confirmation-Sync via LoTW-Report-Download |
| Wavelog | Echtzeit-Upload an selbst- oder DARC-gehostete Instanzen; »Verbindung testen« lädt die Stations-Profile vom Server, API-Key im Schlüsselbund; einziger Dienst, der auch Contest-/Outdoor-Logs überträgt |
| HRDLOG.net ab 1.46 | Auto-Upload pro QSO via Upload-Code (aus deinem HRDLOG-Profil); Backfill per Rechtsklick in der QSO-Tabelle, eigene Statusspalte. In Erprobung |
Pro Service: API-Key/Username/Password + Auto-Upload-Toggle + »QSL via X gesendet«-Auto-Mark. Passwörter und Keys liegen seit 1.46 im macOS-Schlüsselbund statt in den Einstellungs-Dateien — bestehende Werte wandern beim ersten Start automatisch dorthin.
LoTW-Spezial
| Feld | Erklärung |
|---|---|
| tqsl-Binary | Default /Applications/Tqsl.app/Contents/MacOS/tqsl. Auto-Detection beim ersten Start. Button »📁 Suchen…« rechts daneben öffnet einen Finder-Picker — du klickst einfach Tqsl.app an, HAM-Tools extrahiert den Binary-Pfad automatisch (auch wenn die App woanders als in /Programme liegt oder per Homebrew installiert wurde) |
| Station-Location | Dropdown aus ~/.tqsl/station_data.xml (tqsl 2.5+) und ~/Library/Application Support/TrustedQSL/station_data.xml (ältere tqsl). Picker zeigt deine in tqsl-GUI angelegten Locations |
LoTW-Tutorial
Komplette Pipeline (TQSL.app installieren, Station-Location in tqsl-GUI anlegen, Zertifikat einrichten, ersten Upload in HAM-Tools): Tutorials → LoTW-Pipeline.
Externe Logger
Andere Programme loggen in HAM-Tools hinein: WSJT-X, JTDX, JS8Call, MSHV und N1MM Logger+ schicken jedes geloggte QSO per UDP, HAM-Tools lauscht auf dem eingestellten Port und trägt es ins aktive Logbuch ein — inklusive Log-Typ-Feldern (POTA-Park, Contest-Exchange …). Das ist der Weg, FT8- und FT4-QSOs ohne Abtippen ins Log zu bekommen.
Jeder Eintrag ist ein Listener mit Port und Protokoll. Mehrere laufen parallel, solange die Ports verschieden sind.
| Protokoll | Standard-Port | Was ankommt |
|---|---|---|
| WSJT-X / JTDX / JS8Call / MSHV / FreeDV GUI | 2237 (JS8Call 2242, MSHV 2333) | Geloggte QSOs, Status, Decodes |
| N1MM Logger+ (Contest) | 12060 | QSOs (ContactInfo) und Spots — die landen im DX-Cluster-Stream |
So einrichten:
- WSJT-X / JTDX: Datei → Einstellungen → Berichten → UDP-Server
127.0.0.1, Port wie in HAM-Tools, «QSO-Mitteilungen weiterleiten» an. JS8Call hat denselben Dialog, MSHV die Option unter UDP-Broadcast-Settings mit Logged-QSO-Broadcast. - FreeDV GUI: Tools → Options → Reporting → Enable QSO Logging, Host
127.0.0.1, Port2237— läuft über dieselbe Bridge wie WSJT-X. QSOs kommen alsDIGITALVOICEmit SubmodeFREEDVan. - N1MM: Config → Configure Ports → Broadcast Data → Contacts und Spots ankreuzen, Ziel
127.0.0.1:12060. - Laufen WSJT-X und MSHV gleichzeitig, brauchen sie verschiedene Ports, sonst gehen Datagramme verloren.
Die Status-Pille pro Listener zeigt lauscht / verbunden (mit Datagramm-Zähler und Programmversion) / Fehler. Ein Badge in der Logbuch-Leiste spiegelt den Zustand.
Komfort für die WSJT-X-Familie (gilt app-weit):
| Schalter | Wirkung |
|---|---|
| Aktives Rufzeichen ins QSO-Fenster übernehmen | Doppelklick auf eine Station in WSJT-X zeigt sofort Call, Name, QTH und QRZ-Bild im Eingabe-Panel |
| Geloggte QSOs im Eingabefenster bestätigen | Nach jedem via WSJT-X geloggten QSO erscheint der Partner mit Callbook-Lookup und »✓ geloggt«-Banner |
| FT8/FT4-Spots in WSJT-X markieren | Klick auf einen FT8/FT4-Spot im DX-Cluster hebt das Rufzeichen im Band-Activity-Fenster farbig hervor |
| Spot-Klick startet Anruf in WSJT-X | Hat WSJT-X die Station kürzlich decodiert, wirkt der Spot-Klick wie ein Doppelklick auf die Decode-Zeile (braucht in WSJT-X «UDP-Anfragen annehmen») |
Nur Empfang
HAM-Tools sendet selbst keine QSOs per UDP an andere Logger. Für den Datenaustausch in die Gegenrichtung nutzt du den ADIF-Export.
Macros
F1–F8 Contest-Macros (siehe Contest-Macros & Voice-Keyer). Acht Slots, je mit Label + CW-Text + optionaler SSB-Aufnahme.
Pro Slot:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Label | Kurzer Anzeigename auf dem Button (z.B. CQ, 5NN, TU) |
| CW-Text | Template mit Variablen {MyCall}, {TheirCall}, {Snt}, {Rcv}, {Cnt}, {Exch} |
| SSB-Aufnahme | Live-Aufnahme via Mikrofon, AAC/m4a-Datei in Macros/Contest/. Vorhören ohne PTT, Lösch-Button |
Werks-Belegung (N1MM-Style): CQ · Exch · TU · MyCall · HisCall · ? · 5NN · AGN.
Mode-Auto-Erkennung: Beim Drücken eines Macro-Buttons schaut HAM-Tools auf radio.hamlibMode — CW → Hamlib send_morse, SSB → AVAudioPlayer mit PTT-Toggling.
Macros-Tutorial
Setup-Walkthrough mit eigener Mikrofon-Aufnahme + TRX-Voice-Keyer: Tutorials → Contest mit Macros.
Alerts
Watch-List für Cluster-Spots. Wenn ein Spot ein Prefix oder Rufzeichen aus der Liste matched, gibt's eine macOS-Benachrichtigung plus ★-Markierung in der Spot-Liste.
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Watch-Einträge | Liste von Prefixen (DL, K1) oder vollen Calls (K1AA) |
| DXCC-Filter | Optional zusätzliche DXCC-Auswahl (z.B. nur Most-Wanted-DXCC) |
| macOS-Notifications | Toggle — System-Notifications aktivieren, Permission wird beim ersten Aktivieren gefragt |
Darstellung
Optik + Sprache der App.
Theme (V1.9.1):
| Theme | Charakter |
|---|---|
| HAM Style | Default, ham-grün auf Anthrazit |
| Dark | klassisches macOS-Dunkel |
| Ham Classic | Beige/Gold, Retro-Funk-Optik |
| Matrix | Schwarz mit Matrix-Grün (#00FF41) und Cyan-Akzenten |
Sprache: System / Deutsch / English. Effekt wird live übernommen, kein Neustart nötig.
Lizenz
Lizenzschlüssel-Verwaltung. HAM-Tools nutzt Ed25519-signierte Lizenzen — der Public-Key ist in der App eingebacken, der Private-Key liegt nur beim Autor (siehe Lizenz aktivieren).
| Aktion | Wofür |
|---|---|
| Schlüssel einfügen | Aus E-Mail kopieren, hier einsetzen, Aktivieren klicken |
| Aktivierungs-Status | Zeigt Lizenz-Inhaber + Ablaufdatum (falls zeitlich begrenzt) |
| Reset | Löscht den aktuellen Schlüssel, App geht in Demo-Modus |
| Übersprungenes Update | Unter App-Info (seit 1.14.1): zeigt eine mit „Diese Version überspringen" weggeklickte Version + »Zurücksetzen«-Button — danach wird sie beim nächsten Check wieder angeboten |
Demo-Modus
Ohne aktivierten Schlüssel laufen einige Pro-Features (Auto-Upload an QSL-Services, Bulk-Operationen, Voice-Keyer-Aufnahme) eingeschränkt oder gar nicht. Details siehe Lizenz aktivieren.
Wo werden die Einstellungen gespeichert?
Alle Einstellungen leben in UserDefaults unter ~/Library/Preferences/com.hb9hji.hamrechner.plist. Sämtliche Passwörter und API-Keys (QRZ, HamQTH, LoTW, eQSL, Club Log, Wavelog, HRDLOG, QRZ-Logbook, POTA/SOTA/WWFF/BOTA, Winlink) liegen seit 1.46 im macOS-Schlüsselbund — in der Plist steht keines mehr.
Wenn du auf einen neuen Mac umziehst:
- Einstellungen exportieren: Einstellungen → Daten → Einstellungen übertragen → Exportieren … — die
.htsettings-Datei enthält alle Einstellungen samt Zugängen aus dem Schlüsselbund, verschlüsselt mit deiner Passphrase - Datenordner (
~/Documents/HAM-Tools/) kopieren — enthält Logbücher, Caches, Macros - Auf dem neuen Mac HAM-Tools installieren, Importieren … mit der
.htsettings-Datei, App neu starten - CAT-Profile prüfen, falls Serial-Port-Namen abweichen
Plist kopieren reicht nicht mehr
Vor 1.46 genügte es, die Plist zu kopieren und Passwörter neu einzugeben. Seit die Zugänge im Schlüsselbund liegen, wandern sie nur noch über den Export mit — eine kopierte Plist bringt eine App ohne Zugänge.