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FreeDV — wer ist auf Digital Voice QRV ​

Radio / CAT — 1.53.0

Das gemeinsame Radio/CAT-Feld steht oben an erster Stelle. Die Frequenzschritte umfassen nun auch 1 MHz und 10 MHz. Verbinden und Trennen sind über das Transceiver-Menü erreichbar; dessen Beschriftung folgt dem Verbindungsstatus.

FreeDV ist die quelloffene digitale Sprachbetriebsart für Kurzwelle. Der aktuelle Modus RADE schickt Sprache in etwa 1,5 kHz Bandbreite und ist noch verständlich, wo SSB längst im Rauschen liegt. Die Community ist klein und trifft sich auf wenigen Frequenzen — vor allem 14.236 MHz — und meldet sich gegenseitig auf FreeDV Reporter (qso.freedv.org): wer ist online, auf welcher Frequenz, wer sendet gerade, wer hört wen.

HAM-Tools holt genau diese Tafel in die App — und hört mit: Der eingebaute RADE-Empfänger decodiert das Signal vom Funkgerät und spielt die Sprache auf den Lautsprecher (siehe Empfang). Zum Sprechen bleibt FreeDV GUI zuständig; dessen QSOs landen automatisch im Logbuch (siehe unten).

Neu in 1.48

Empfang direkt in HAM-Tools: RADE-Decoder mit Sync-Anzeige, SNR und Frequenzversatz, wahlweise vom Funkgerät oder aus einer Aufnahme. Das Modul selbst (Reporter-Liste, Karte, Spot-Quelle, Submode FREEDV) kam in 1.47.

Reporter im Logbuch ab 1.52.0 ​

Neben dem FreeDV-Quellenhaken im Logbuch zeigt ein Info-Symbol den Reporter-Zustand. Dort kannst Du verbinden oder trennen und die Spotübernahme schalten. Beim Aktivieren werden bereits bekannte Stationen übernommen. Neue Spots erhalten den Modus DIGITALVOICE; ein aktiver SSB-Filter blendet sie aus. Ältere gespeicherte Spots werden nicht rückwirkend geändert.

Modul öffnen ​

FreeDV liegt in der Seitenleiste bei den Haupt-Anwendungen, unter WSPR. Es übernimmt wie Logbuch und WSPR das ganze Fenster: links Verbindung, Identität und Statusmeldung, rechts die Online-Stationen. Über ‹ Übersicht geht es zurück.

Verbinden ​

Oben rechts Verbinden. Nach ein bis zwei Sekunden füllt sich die Liste, die Status-Pille wird grün, und Letztes Ereignis tickt mit jedem Server-Ping. Bricht die Verbindung ab, versucht HAM-Tools es von selbst wieder — erst nach fünf Sekunden, dann in wachsenden Abständen bis zu einer halben Minute; der Grund steht solange rot in der Pille. Während des Verbindungsaufbaus und der Wiederverbindung steht bereits Trennen da und beendet die Versuche ab 1.56.

Zwei Arten der Anmeldung:

ModusWas passiert
ZuschauenDu siehst alle Online-Stationen, erscheinst aber selbst nicht auf qso.freedv.org. Braucht kein Rufzeichen.
SichtbarHAM-Tools erscheint mit deinem Rufzeichen, Locator und deiner Frequenz in der Liste — als reiner Empfänger, solange kein Decoder läuft.

Rufzeichen und Locator kommen aus Einstellungen → Station. Fehlt eines davon, fällt «Sichtbar» auf «Zuschauen» zurück, und die Pille zeigt «Verbunden — nur zuschauen» ab 1.56. Der Modus lässt sich hier und unter Einstellungen → FreeDV → Anmeldung erst nach Trennen wechseln, auch während des Verbindungsaufbaus.

Öffentlich

Im Modus «Sichtbar» sind Rufzeichen, Locator, Frequenz und Statusmeldung für jeden sichtbar, der qso.freedv.org öffnet — so wie bei jedem anderen FreeDV-Client auch.

Statusmeldung: bis zu 80 Zeichen Freitext, den andere neben deinem Rufzeichen sehen («QRV 20m, Hexbeam»). Sie geht beim Verbinden automatisch raus; Status senden veröffentlicht Änderungen im Reporter; der Knopf sendet kein Audio. Wirkt nur im Modus «Sichtbar».

Beim Öffnen automatisch verbinden: Haken setzen, und das Modul verbindet sich jedes Mal selbst, wenn du es öffnest.

Empfang ​

Das Panel Empfang oben links ist der eingebaute RADE-Decoder. Er nimmt das Audio vom Funkgerät, decodiert das RADE-Signal und spielt die Sprache auf den Lautsprecher — ganz ohne FreeDV GUI.

Vorbereitung in Einstellungen → FreeDV: Audio-Eingang ist der USB-Codec des Funkgeräts (derselbe wie bei SSTV und WSPR), Sprachausgabe der Mac-Lautsprecher oder ein Kopfhörer. Das Funkgerät steht auf USB-D bzw. Data-Filter, Dial-Frequenz z.B. 14.236 MHz.

Start verbindet Eingang, Decoder und Ausgabe. Die Pille rechts zeigt den Zustand:

PilleBedeutung
SucheDecoder läuft, hat aber noch kein RADE-Signal gefunden
SyncSignal gefunden — SNR und Frequenzversatz werden angezeigt, die Sprache läuft
FehlerGerät oder Decoder liess sich nicht starten; der Grund steht darunter

Ist die gewählte Sprachausgabe nicht angeschlossen, startet der Empfänger nicht und meldet «Gewähltes Sprachausgabegerät nicht gefunden»

ab 1.56. Bricht das Lesen einer Aufnahme ab,

erscheint «Aufnahme konnte nicht dekodiert werden». In den Einstellungen bleibt ein fehlendes Gerät als «Nicht verfügbar: …» ausgewählt, statt still auf den «System-Standard» zu springen — dann das Gerät anschliessen oder neu wählen.

  • Pegel: der Eingangspegel in dBFS. Rot heisst zu laut — dann den Ausgangspegel am Funkgerät oder im USB-Codec zurücknehmen. Bleibt er bei −120 dB, kommt gar kein Audio an: falsches Gerät gewählt oder die Mikrofon-Freigabe für HAM-Tools fehlt (Systemeinstellungen → Datenschutz → Mikrofon).
  • SNR: Signal-Rausch-Abstand in 3 kHz, wie ihn FreeDV GUI anzeigt. RADE decodiert bis unter 0 dB.
  • Frequenzversatz: wie weit das Signal vom Sollwert liegt. Der Decoder gleicht einige hundert Hertz selbst aus; bei grösseren Werten am VFO nachdrehen.
  • Overs: zählt die erkannten End-of-Over-Signale, also beendete Durchgänge der Gegenstation.

Aufnahme dekodieren (Wellenform-Symbol neben Start) spielt eine WAV-Datei in Echtzeit durch dieselbe Kette — zum Ausprobieren ohne Funkgerät oder um einen Off-Air-Mitschnitt nachträglich anzuhören. Die Abtastrate der Datei ist egal, mono oder Kanal 0 wird verwendet.

Was der Empfänger (noch) nicht kann

Er sendet nicht — zum Sprechen bleibt FreeDV GUI zuständig. Die Rufzeichen aus dem End-of-Over-Signal werden noch nicht decodiert; sie stehen aber über den Reporter in der Liste. RADE V2 (Vorabversion) lässt sich in den Einstellungen wählen, ist aber vom FreeDV-Team noch nicht freigegeben und kann sich ohne Vorwarnung ändern.

Während der Empfänger läuft, ist der gewählte Audio-Eingang belegt — SSTV- und WSPR-Empfang nicht gleichzeitig auf demselben Gerät starten.

Stationsliste ​

SpalteBedeutung
Punktrot sendet gerade · grün hat in den letzten zwei Minuten etwas gehört · blau online. Ein Ohr-Symbol markiert reine Empfänger.
Rufzeichen, Locatorwie von der Station gemeldet; sendende Stationen fett
Freq (kHz), BandDial-Frequenz der Station; leer, solange sie keine gemeldet hat
ModeRADEV1, 700D … laut Client
Hörtzuletzt decodierte Gegenstation mit SNR
km, Richtungvom eigenen Locator aus gerechnet
Meldungdie Statusmeldung der Station
Aktualisiertwann sich zuletzt etwas an dieser Zeile geändert hat

Darüber: Bandfilter (nur Bänder, auf denen gerade jemand ist), ein Suchfeld über Rufzeichen, Locator und Meldung, und der Umschalter Liste / Karte. Spalten lassen sich per Rechtsklick auf die Kopfzeile ein- und ausblenden; Reihenfolge und Breiten merkt sich die App.

Links unter Auf dem Reporter stehen die Zähler und die aktiven Bänder — ein Klick auf ein Band setzt den Filter.

Karte ​

Jede Station mit Locator bekommt einen Punkt in derselben Farblogik wie die Liste, das eigene QTH ein Haus-Symbol. Die Knöpfe rechts oben: Zoom, Alles anzeigen, Ganze Welt, Rufzeichen-Schilder ein/aus und Linien vom eigenen Standort — Grosskreise zu allen Stationen, praktisch um zu sehen, in welche Richtung die Antenne müsste. Ein Klick auf einen Punkt markiert die Station auch in der Liste.

Liegen Stationen beidseits der Datumsgrenze (etwa VK/ZL und Amerika), wählt Alles anzeigen den kürzeren Ausschnitt über den Pazifik

ab 1.56.

Ins Logbuch ​

Doppelklick auf eine Station (oder Kontextmenü → Ins Logbuch eintragen) füllt das QSO-Formular des Logbuchs vor: Rufzeichen, Locator, Frequenz, Band und Mode DIGITALVOICE mit Submode FREEDV. Die Statusmeldung landet in den Notizen.

Gleichzeitig passiert, was auch beim Spot-Klick im DX-Cluster passiert:

  • Ist CAT verbunden, springt das Funkgerät auf die Frequenz und in den Data-Filter (USB-D über 10 MHz, LSB-D darunter) — FreeDV läuft über die Soundkarte, nicht übers Mikrofon.
  • Ist die Rotor-Steuerung aktiv und «beim Spot-Klick drehen» an, dreht die Antenne auf die Peilung.

Die Ansicht bleibt dabei auf FreeDV ab 1.49 — der Doppelklick bereitet das QSO nur vor. Beim nächsten Öffnen des Logbuchs steht der Entwurf im Formular; geloggt wird dort. (Bis 1.48 sprang die App dabei ins Logbuch.)

Radio/CAT direkt daneben ab 1.49: Unten in der linken Spalte sitzt dasselbe Radio/CAT-Panel wie im Logbuch — Frequenz mit Pfeil-Buttons, Mode, VFO, S-Meter. So siehst du den QSY per Doppelklick sofort und kannst nachstimmen, ohne die Ansicht zu wechseln.

Stationen im DX-Cluster ​

Solange das Modul verbunden ist, laufen die FreeDV-Stationen zusätzlich als Spots mit der Quelle FreeDV in den DX-Cluster: in die Spot-Liste, die Bandmap und die Weltkarte. Eine Online-Station mit Frequenz ist ein Spot «X ist auf 14236 kHz», eine Hörmeldung ein Spot «X hört Y mit 9 dB» — mit X als Spotter, genau wie im klassischen Cluster.

In der Spot-Liste gibt es dafür eine eigene Quellen-Checkbox FreeDV (gelb), ebenso in der Cluster-Leiste des Logbuchs. Wer die Stationen im Cluster nicht will, schaltet den Feed in Einstellungen → FreeDV ab.

Sichtbar-Modus: Frequenz melden ​

Im Modus «Sichtbar» meldet HAM-Tools deine Frequenz an den Reporter — aus CAT oder, ohne CAT, aus dem Frequenzfeld des QSO-Formulars. Beim Drehen am VFO wartet die App eine Sekunde Ruhe, bevor sie sendet, damit der Server nicht mit jedem Rastschritt eine Meldung bekommt. Gemeldete Frequenz im Verbindungspanel zeigt, was der Reporter von dir kennt.

FreeDV GUI zum Sprechen ​

Zum Sprechen braucht es weiterhin FreeDV GUI (freedv.org) — der eingebaute Empfänger hört nur zu. Die beiden Programme ergänzen sich:

  1. In FreeDV GUI unter Tools → Options → Reporting das QSO-Logging einschalten, Host 127.0.0.1, Port 2237.
  2. In HAM-Tools unter Einstellungen → Externe Logger die Bridge WSJT-X / … / FreeDV auf Port 2237 aktivieren.
  3. In FreeDV GUI Log QSO — das QSO erscheint in HAM-Tools mit MODE=DIGITALVOICE und SUBMODE=FREEDV, so wie es LoTW, eQSL und Club Log erwarten.

Rufzeichen aus dem End-of-Over-Signal übernimmt FreeDV GUI in die Log-Auswahl; HAM-Tools zeigt sie parallel über den Reporter in der Liste.

Gut zu wissen ​

  • Das Reporter-Protokoll ist nicht offiziell dokumentiert. HAM-Tools spricht es so, wie FreeDV GUI und die RADE-Apps für Android und iOS es tun. Nach einem Server-Update kann die Anbindung vorübergehend stolpern — dann hilft ein App-Update.
  • Der Server verschickt auch einen Gruppen-Chat; HAM-Tools zeigt ihn bewusst nicht an.
  • Kein Funkgerät nötig, um zuzuschauen: Das Modul funktioniert an jedem Mac mit Internet. Erst der Empfänger, der Sichtbar-Modus mit Frequenz und das Loggen über FreeDV GUI brauchen die Station.
  • Der Decoder läuft als eigener Hilfsprozess (rade_helper, gebaut aus der offiziellen C-Bibliothek des FreeDV-Projekts, BSD-Lizenz). Er braucht etwa ein Prozent eines Prozessorkerns und stört den Rest der App auch dann nicht, wenn er einmal abstürzt — das Panel meldet es dann als Fehler.

HAM-Tools © HB9HJI · Funkwelt