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FreeDV — wer ist auf Digital Voice QRV

FreeDV ist die quelloffene digitale Sprachbetriebsart für Kurzwelle. Der aktuelle Modus RADE schickt Sprache in etwa 1,5 kHz Bandbreite und ist noch verständlich, wo SSB längst im Rauschen liegt. Die Community ist klein und trifft sich auf wenigen Frequenzen — vor allem 14.236 MHz — und meldet sich gegenseitig auf FreeDV Reporter (qso.freedv.org): wer ist online, auf welcher Frequenz, wer sendet gerade, wer hört wen.

HAM-Tools holt genau diese Tafel in die App. Das Modul decodiert kein Signal — dafür bleibt FreeDV GUI zuständig, dessen QSOs landen aber automatisch im Logbuch (siehe unten).

Neu in 1.47

Das ganze Modul ist neu: Reporter-Liste und Karte, Doppelklick ins QSO-Formular, FreeDV-Stationen als Spot-Quelle im DX-Cluster und der Submode FREEDV im ADIF-Export.

Modul öffnen

FreeDV liegt in der Seitenleiste bei den Haupt-Anwendungen, unter WSPR. Es übernimmt wie Logbuch und WSPR das ganze Fenster: links Verbindung, Identität und Statusmeldung, rechts die Online-Stationen. Über ‹ Übersicht geht es zurück.

Verbinden

Oben rechts Verbinden. Nach ein bis zwei Sekunden füllt sich die Liste, die Status-Pille wird grün, und Letztes Ereignis tickt mit jedem Server-Ping. Bricht die Verbindung ab, versucht HAM-Tools es von selbst wieder — erst nach fünf Sekunden, dann in wachsenden Abständen bis zu einer halben Minute; der Grund steht solange rot in der Pille.

Zwei Arten der Anmeldung:

ModusWas passiert
ZuschauenDu siehst alle Online-Stationen, erscheinst aber selbst nicht auf qso.freedv.org. Braucht kein Rufzeichen.
SichtbarHAM-Tools erscheint mit deinem Rufzeichen, Locator und deiner Frequenz in der Liste — als reiner Empfänger, solange kein Decoder läuft.

Rufzeichen und Locator kommen aus Einstellungen → Station. Fehlt eines davon, fällt «Sichtbar» still auf «Zuschauen» zurück. Zum Wechseln des Modus erst trennen.

Öffentlich

Im Modus «Sichtbar» sind Rufzeichen, Locator, Frequenz und Statusmeldung für jeden sichtbar, der qso.freedv.org öffnet — so wie bei jedem anderen FreeDV-Client auch.

Statusmeldung: bis zu 80 Zeichen Freitext, den andere neben deinem Rufzeichen sehen («QRV 20m, Hexbeam»). Sie geht beim Verbinden automatisch raus; Senden schickt Änderungen nach. Wirkt nur im Modus «Sichtbar».

Beim Öffnen automatisch verbinden: Haken setzen, und das Modul verbindet sich jedes Mal selbst, wenn du es öffnest.

Stationsliste

SpalteBedeutung
Punktrot sendet gerade · grün hat in den letzten zwei Minuten etwas gehört · blau online. Ein Ohr-Symbol markiert reine Empfänger.
Rufzeichen, Locatorwie von der Station gemeldet; sendende Stationen fett
Freq (kHz), BandDial-Frequenz der Station; leer, solange sie keine gemeldet hat
ModeRADEV1, 700D … laut Client
Hörtzuletzt decodierte Gegenstation mit SNR
km, Richtungvom eigenen Locator aus gerechnet
Meldungdie Statusmeldung der Station
Aktualisiertwann sich zuletzt etwas an dieser Zeile geändert hat

Darüber: Bandfilter (nur Bänder, auf denen gerade jemand ist), ein Suchfeld über Rufzeichen, Locator und Meldung, und der Umschalter Liste / Karte. Spalten lassen sich per Rechtsklick auf die Kopfzeile ein- und ausblenden; Reihenfolge und Breiten merkt sich die App.

Links unter Auf dem Reporter stehen die Zähler und die aktiven Bänder — ein Klick auf ein Band setzt den Filter.

Karte

Jede Station mit Locator bekommt einen Punkt in derselben Farblogik wie die Liste, das eigene QTH ein Haus-Symbol. Die Knöpfe rechts oben: Zoom, Alles anzeigen, Ganze Welt, Rufzeichen-Schilder ein/aus und Linien vom eigenen Standort — Grosskreise zu allen Stationen, praktisch um zu sehen, in welche Richtung die Antenne müsste. Ein Klick auf einen Punkt markiert die Station auch in der Liste.

Ins Logbuch

Doppelklick auf eine Station (oder Kontextmenü → Ins Logbuch eintragen) füllt das QSO-Formular des Logbuchs vor: Rufzeichen, Locator, Frequenz, Band und Mode DIGITALVOICE mit Submode FREEDV. Die Statusmeldung landet in den Notizen.

Gleichzeitig passiert, was auch beim Spot-Klick im DX-Cluster passiert:

  • Ist CAT verbunden, springt das Funkgerät auf die Frequenz und in den Data-Filter (USB-D über 10 MHz, LSB-D darunter) — FreeDV läuft über die Soundkarte, nicht übers Mikrofon.
  • Ist die Rotor-Steuerung aktiv und «beim Spot-Klick drehen» an, dreht die Antenne auf die Peilung.

Das Logbuch wechselt dabei nicht von selbst in den Vordergrund — der Doppelklick bereitet das QSO vor, geloggt wird im Logbuch.

Stationen im DX-Cluster

Solange das Modul verbunden ist, laufen die FreeDV-Stationen zusätzlich als Spots mit der Quelle FreeDV in den DX-Cluster: in die Spot-Liste, die Bandmap und die Weltkarte. Eine Online-Station mit Frequenz ist ein Spot «X ist auf 14236 kHz», eine Hörmeldung ein Spot «X hört Y mit 9 dB» — mit X als Spotter, genau wie im klassischen Cluster.

In der Spot-Liste gibt es dafür eine eigene Quellen-Checkbox FreeDV (gelb), ebenso in der Cluster-Leiste des Logbuchs. Wer die Stationen im Cluster nicht will, schaltet den Feed in Einstellungen → FreeDV ab.

Sichtbar-Modus: Frequenz melden

Im Modus «Sichtbar» meldet HAM-Tools deine Frequenz an den Reporter — aus CAT oder, ohne CAT, aus dem Frequenzfeld des QSO-Formulars. Beim Drehen am VFO wartet die App eine Sekunde Ruhe, bevor sie sendet, damit der Server nicht mit jedem Rastschritt eine Meldung bekommt. Gemeldete Frequenz im Verbindungspanel zeigt, was der Reporter von dir kennt.

FreeDV GUI als Decoder

Zum Hören und Sprechen braucht es weiterhin FreeDV GUI (freedv.org). Die beiden Programme ergänzen sich:

  1. In FreeDV GUI unter Tools → Options → Reporting das QSO-Logging einschalten, Host 127.0.0.1, Port 2237.
  2. In HAM-Tools unter Einstellungen → Externe Logger die Bridge WSJT-X / … / FreeDV auf Port 2237 aktivieren.
  3. In FreeDV GUI Log QSO — das QSO erscheint in HAM-Tools mit MODE=DIGITALVOICE und SUBMODE=FREEDV, so wie es LoTW, eQSL und Club Log erwarten.

Rufzeichen aus dem End-of-Over-Signal übernimmt FreeDV GUI in die Log-Auswahl; HAM-Tools zeigt sie parallel über den Reporter in der Liste.

Gut zu wissen

  • Das Reporter-Protokoll ist nicht offiziell dokumentiert. HAM-Tools spricht es so, wie FreeDV GUI und die RADE-Apps für Android und iOS es tun. Nach einem Server-Update kann die Anbindung vorübergehend stolpern — dann hilft ein App-Update.
  • Der Server verschickt auch einen Gruppen-Chat; HAM-Tools zeigt ihn bewusst nicht an.
  • Kein Funkgerät nötig, um zuzuschauen: Das Modul funktioniert an jedem Mac mit Internet. Erst der Sichtbar-Modus mit Frequenz und das Loggen über FreeDV GUI brauchen die Station.

HAM-Tools © HB9HJI · Funkwelt